FR – Ausgewogener Ideenaustausch zum Grünzug Eckenheim

Erster Termin einer Planungswerkstatt zum Grünzug verläuft harmonisch. Viele Ideen wurden ausgetauscht, jetzt entwirft ein Landschaftsarchitekt ein Konzept.

Drei Aspekte standen bei der ersten Planungswerkstatt für den zweiten Bauschnitt des Grünzugs in Eckenheim im Mittelpunkt: eine Wildnis, Fahrradwege und ein Gemeinschaftsgarten. Über alles wurde am Mittwochabend intensiv diskutiert und dabei nach Kompromissen gesucht.

Die Werkstatt stand allen interessierten Bürgern und Bürgerinnen offen. Sie sollten ihre Ideen und Vorschläge einbringen, wie es im Grünzug weitergeht. An mehreren Tischen – zufällig zugelost – saßen die Menschen dann zusammen und tauschten sich aus. Zur Erinnerung: Die Fläche zwischen Gießener Straße, Gederner Straße, Feldscheidenstraße und Kurzröderstraße war viele Jahre verfallen und trist. Im vergangenen Jahr wurde dann der erste Abschnitt rund um die dortige Kita neu gestaltet, nun soll noch der Bereich am Ami-Spielplatz folgen.

Dort will eine ebenfalls im Vorjahr entstandene Initiative den wilden Bewuchs im zweiten Abschnitt beibehalten, möchte aber auch etwas Neues: einen Gemeinschaftsgarten. Über den von der Initiative in ihrem vorgelegten Konzept „Neue Stadt Wildnis“ genannten Wildwuchs gab es kaum Kontroversen. Diese zugewucherte Fläche soll als Beispiel für Biodiversität erhalten bleiben.

Anders sah das dagegen beim Thema Gemeinschaftsgarten aus. Kritik dazu kam vor allem von Gabriele und Gunter Quaß. Das Ehepaar wohnen in unmittelbarer Nähe der Fläche, die die Initiative zu einem Gemeinschaftsgarten umwandeln will, direkt angrenzend an den Ami-Spielplatz. In ihm sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein Bewusstsein für Flora und Fauna entwickeln, Anwohner und Anwohnerinnen sollen einen Ort der Erholung und des Rückzugs erhalten. Nichts, was das Ehepaar ablehnt. Aber nicht an diesem Standort. Sie befürchten vor allem zu viel Lärm.

Also haben sie bei der Planungswerkstatt Alternativen vorgeschlagen – und das vorerst mit Erfolg. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Abend“, sagt Gabriele Quaß. „Unsere Argumente wurde gehört und verstanden, es war alles sehr ausgewogen und objektiv.“ Sie und ihr Mann saßen mit Personen der Initiative am Tisch, und gemeinsam hat man sich auf zwei weitere mögliche Standorte für den Gemeinschaftsgarten geeinigt. Einer könnte im nördlichen Teil des Parks sein, zwischen der Turnhalle der Münzenbergerschule und der Friedhofsmauer. Der andere würde an das Gelände des Landesverbandes der Kleingärtner in der Feldscheidenstraße angrenzen.

Viel diskutiert wurde auch über Wege. Manche wollen möglichst breite Verbindungen, damit dort Radfahrende anderen Menschen und Hunden ausweichen können. Das sei sicherer. Andere behaupten: Breitere Radwege erlauben es, schneller zu fahren, was zu mehr Unsicherheit führe.

Quelle: https://www.fr.de/frankfurt/eckenheim-ort904315/ausgewogener-ideenaustausch-zum-gruenzug-eckenheim-92413567.html

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